Geringfügige Beschäftigung und Beschäftigung in der Gleitzone im Sozialversicherungsrecht, Arbeitsrecht und Steuerrecht mit Beispielen

Einführung

Durch das Gesetz zu änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung vom 5. Dezember 2012 wurde für die Zeit ab dem 1. Januar 2013 die generelle Rentenversicherungspflicht auf den Personenkreis der geringfügig entlohnt Beschäftigten ausgeweitet. Dadurch unterliegen diese Beschäftigten nunmehr grundsätzlich dem vollem Schutz der gesetzlichen Rentenversicherung, der sich u. a. auch auf den Fall der Erwerbsminderung erstreckt. Darüber hinaus wurde mit diesem Gesetz die Entgeltgrenze für geringfügig entlohnte Beschäftigungen (Minijobs) ab dem Jahr 2013 auf 450 Euro monatlich angehoben und damit an die allgemeine Lohnentwicklung seit dem Jahr 2003 angepasst. Gleichzeitig wurde auch die obere Entgeltgrenze der Gleitzone auf 850 Euro monatlich erhöht (Midijobs). Für Beschäftigte, die ihre Beschäftigung vor dem 1. Januar 2013 aufgenommen haben, gelten übergangsregelungen, die Sie dieser Broschüre entnehmen können.

Minijob - Rechner




Monatsbrutto Euro
Ausübung im
Verzicht auf RV-Pflicht
Krankenversicherung

Top Geringfügige Beschäftigung

 

Was ist neu ab 1. Januar 2013?

  • Die Entgeltgrenze bei den geringfügig entlohnt Beschäftigten wird auf 450 Euro monatlich erhöht.
  • Geringfügig entlohnt Beschäftigte sind versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung und zahlen einen Beitrag in Höhe von 3,9 % ihres Bruttoarbeitsentgelts (bei Minijobbern in Privathaushalten beträgt der Arbeitnehmerbeitrag 13,9 %). Sie können sich auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.
  • Neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung ist die Ausübung einer geringfügig entlohnten Beschäftigung möglich, für die der Beschäftigte lediglich einen Rentenversicherungsbeitrag in Höhe von 3,9 % zu zahlen hat. Jeder weitere Minijob wird jedoch mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet, sodass für den zweiten und alle weiteren Minijobs Versicherungspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung eintritt.
  • Die obere Gleitzonengrenze erhöht sich auf 850 Euro monatlich (Gleitzone von 450,01 Euro bis 850 Euro monatlich).
  • Für vor dem 1. Januar 2013 aufgenommene Minijobs ist weiterhin grundsätzlich das bis zum 31. Dezember 2012 geltende Recht maßgeblich.
  • Für Verdienste im Bereich von 400,01 bis 450 Euro sowie von 800,01 bis 850 Euro bestehen bestimmte übergangsregelungen, wenn die Beschäftigung vor dem 1. Januar 2013 aufgenommen wurde (siehe Punkt 2.5 dieser Broschüre).
  • Die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage wird auf 175 Euro monatlich erhöht.

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